Donnerstag, 2. Mai 2019

Der große Austausch

Wie Ängste geschürt werden um die Bevölkerung zu spalten

Begriffe wie "der große Austausch" werden genutzt um Menschen gegeneinander aufzuhetzen.

Was dabei herauskommt haben wir in Christchurch gesehen, wo ein rechtsradikaler Australier mit Verbindung zu Österreichischen Identitären 50 betende Muslime ermordete.

Ausgerechnet Australien, wo tatsächlich ein großer Austausch stattgefunden hat, wenn man das so benennen kann: Der Genozid der Aborigines und deren Austausch gegen weiße Strafgefangene aus dem Commonwealth.

























Großer Austausch ist ein politischer Kampfbegriff und Agitationsschwerpunkt der Neuen Rechten. Die Verschwörungstheorie vom „Großen Austausch" postuliert die Existenz eines geheimen Plansweiße Mehrheitsbevölkerungen gegen muslimische oder nicht-weiße Einwanderer auszutauschen. Dahinter stünden etwa „die Globalisten“, „die Eliten“, „die Wirtschaft“, „die Juden“, „Multikulturalismus“ oder auch Institutionen wie die Europäische Union oder die Vereinten Nationen. Infolgedessen käme es in absehbarer Zeit zu einem „Untergang Europas“ oder einem „Genozid“.
Der rechtsradikale Attentäter des Terroranschlags auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, der 51 muslimische Menschen aus rassistischen Motiven ermordete, überschrieb sein „Manifest“, mit dem er seine Taten zu rechtfertigen versuchte, mit „The Great Replacement“, übersetzt „Der Große Austausch“. Er nahm dabei explizit auf diese Verschwörungstheorie der europäischen Identitären Bezug.[5][39][40] Auch in seinen Twitter- und Facebook-Account breitete er diese Verschwörungstheorie aus.[41] Der englische Ausdruck great replacement hatte vorher im englischen Sprachraum keine vergleichbare Verbreitung wie seine Entsprechungen in Frankreich oder Deutschland gefunden. Durch die Tat gerieten die identitären Akteure im deutschsprachigen Raum in Erklärungsnot,[42] verschärft durch nachgewiesene Kontakte und eine Geldspende des Attentäters bei einer Europareise.




Dienstag, 23. April 2019

Sarajevo



Ein friedliches Zusammenleben der drei monotheistischen Glaubenslehren, das mehr als 500 Jahre andauerte: Moscheen, Kirchen und eine Synagoge im Zentrum von Sarajevo.

Three beliefs living peacefully together for more than 500 years: mosques, churches and a synagogue in the city center of Sarajevo.

Montag, 22. April 2019

Zuerst Neuseeland und jetzt Sri Lanka:


Es ist ein schändliches Verbrechen Menschen umzubringen, die noch dazu in ihren Gotteshäusern beten, und das aus einer kranken Ideologie heraus.

Lasst uns bitte nicht spalten von solchen radikalen Strömungen und geben wir jeglicher Hetze in unserer Gesellschaft keine Chance!

Der Glaube an Gott eint uns Muslime und Christen. Lasst uns jetzt mehr denn je zusammenhalten!

Die Neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hat es uns vorgemacht: Lasst uns sie als leuchtendes Beispiel nehmen. Jetzt mehr denn je: #weareone!



Sonntag, 21. April 2019

Ob Teufel hin oder her, wir Menschen haben einen freien Willen und wir können uns entscheiden.


...und wir haben die Verantwortung dafür, dass Rassismus und Menschenverachtung sich nicht ausbreiten.

Denn diese haben bekanntlich historisch unerreicht den 2. Weltkrieg und den Holocaust hervorgebracht. Dabei spielt es keine Rolle gegen welche Menschengruppe auch immer es geht.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unklare Begriffe mit Hilfe pervertierter Religionen wie Volk oder Heimat dazu missbraucht werden, unsere Mitmenschen in Freunde und Feinde zu spalten.

Wenn Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Herkunft attackiert und ausgegrenzt werden ist es wieder soweit wie es damals begonnen hat!

Wir können dann nicht alles auf den Teufel schieben im Nachhinein. In der Gegenwart müssen wir auf unseren Umgangston miteinander achten und genau abwägen was wir sagen und tun, auch auf Social Media.

Denn unsere Gedanken formen Worte, auf unsere Worte folgen Taten, auf Taten folgen Verbrechen und auf Verbrechen folgen Gegenverbrechen.


Wenn die augenblickliche Politik wieder in diese Richtung geht, ist es umso wichtiger diese Spirale zu durchbrechen!



Samstag, 16. März 2019

In Neuseeland wurden 51 Menschen ermordet.


Das ist das Land in dem ich geboren wurde, weil der Künstler Friedensreich Hundertwasser aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen als Jude im Nationalsozialistischen Wien davon träumte sein Schiff "Regentag" auf diese Insel zu bringen, möglichst weit weg von diesem mörderischen Rassismus.

Meine Eltern erfüllten
ihm diesen Traum indem sie drei Jahre lang

Mittwoch, 20. Februar 2019

Idea for a House of Responsibility in Braunau am Inn


"I believe that it is important using Hitler's birth house as a memorial instead of tearing it down. In fact, it is usual in Austria to conceal this horrible part of history. Erecting a memorial is crucial to remember these dark times in order to prevent them to happen again.

The fact that my grandfather Otto von Wächter played a significant part in this criminal system, which has until now not been much reflected, has been a heavy burden in my life so far. Honest confrontation with it using therapeutic methods and engaging in my art made it possible for me to differentiate between not existing personal  guilt and the real existing personal responsibility, to deal with it in a proper way."

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"Ich finde es wichtig, das Geburtshaus von Hitler als Gedenkstätte zu verwenden und es nicht wegzureißen, denndas ist gerade das, was in Österreich üblich ist - diesen  schrecklichen Teil der Geschichte zu vertuschen anstatt ihm ein Denkmal zu setzen, damit so etwas nie wieder geschieht.

Die Tatsache, dass mein Grossvater Otto von Wächter
eine wesentliche, bisher kaum aufgearbeitete Rolle in diesem kriminellen System innehatte,
hat mein bisheriges Leben sehr belastet und erst die kritische Ausseinandersetzung mit diesem dunklen Kapitel anhand therapeutischer Methoden und meiner Kunst hat es mir ermöglicht, zwischen nicht vorhandener persönlicher Schuld aber sehr wohl daraus resultierender persönlicher Verantwortung zu unterscheiden und letztere auch wahrzunehmen."

Magdalena Friderica von Wächter


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Dienstag, 12. Februar 2019

Buchcover Thomas Bernhard Amras


Einer der größten Schriftsteller Österreichs war Thomas Bernhard, der heute aktuellerdenn je ist. Heute jährt sich sein Todestag zum 30. Mal.

Meine Lithographie "Stop sitting on the bloody sofa watching TV" ziert die serbische Ausgabe seiner Erzählung "Amras".


Montag, 4. Februar 2019

Mein Mann und sein Fez


"Der Fez ist eine österreichische Kopfbedeckung für muslimische Männer. Und die einzige, die als solche jemals (für die k.u.k. Soldaten) gesetzlich
normiert war. Auch unter anderem ein späterer österreichischer Bundespräsident (Schärf)

Mittwoch, 17. Oktober 2018

KUNST ZWISCHEN ORIENT UND OKZIDENT

Magdalena Friderica von Wächter - Malerei


Roswitha Kottek - Ebru Kunsthandwerk

20. und 21. Oktober 2018, 
Schloss Hagenberg

Programm Samstag 20. Oktober:

14.00 Einführung Ebru mit praktischer Vorführung


Freitag, 2. März 2018

DAS BELASTENDE „GEHEIMNIS“


Als diese Sendung 2014 erstmals ausgestrahlt wurde, war ich noch mitten in meiner langwierigen Krankheit, die, wie sich im Laufe der Therapien herausstellte, ihre Ursache in dieser belastenden
Familiengeschichte hatte, über die ich im Detail auch erst Stück für Stück zu dieser Zeit erfuhr.

Inzwischen lebe ich
fast ohne Medikamente und ich kann, denke ich, auch die Historie betreffend meiner Großeltern langsam ganz überblicken.

Es tun sich immer wieder neue Details auf, unter anderem auch betreffend der Rolle meiner Großmutter die aus der einflussreichen Industrieellenfamilie Bleckmann (Schöller-Bleckmann) stammte.

Obwohl die Aufarbeitung und Bewusstwerdung meiner Familiengeschichte ein schwieriger Weg war (und ist) bin ich froh ihn gegangen zu sein.

Abgesehen von meiner Gesundheit, ist es auch eine Verpflichtung all der Menschen in Österreich, Deutschland, Polen, Ukraine, Italien gegenüber, die über meine Großeltern aus dieser Zeit beeinflusst waren und sind.

Mir ist klar, dass in meiner Familie, auch meiner engsten, es ganz unterschiedliche inhaltliche Sicht auf die Dinge gibt, und auch Unterschiede, wie man damit umgeht bzw. nicht umgeht. Überfordert sind damit alle.

Heute würde ich Interviewfragen zu diesem Thema vermutlich anders beantworten als ich es 2014 tat, vieles ist seither geschehen.

Meine Mutter, die aus einer ganz anderen schwedischen Familie stammt (mein anderer Großvater war, da er als Journalist in Berlin arbeitete, nach der Geburt meines Onkels mit seinem Freund Willy Brandt feiern und saufen), ist inzwischen gestorben und meine Kinder sind teilweise schon erwachsen und zum Glück mit diesen Dingen neutraler konfrontiert.

Fest steht, dass man nicht für seine Vorfahren verantwortlich ist. Man ist aber dafür verantwortlich dass man selbst aus solchen Geschehnissen lernt und es auch möglichst viele Menschen genauso tun können.



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