Dienstag, 12. Oktober 2021

Buchbesprechung "The Ratline"

Das Kompetenzzentrum für interkulturelles, interreligiöses und interkonfessionelles Lernen veranstaltete am 5. Oktober 2021 im Stephanisaal am Stephansplatz die Buchbesprechung von „The Ratline“ von Philippe Sands. Beim anschließenden Podiumsgespräch mit dem Autor selbst, Friderica Magdalena Wächter-Stanfel und Awi Blumenfeld wurde das Thema „How silence (can) affect the presence“ aufgegriffen. Alle drei Podiumsteilnehmer*innen sind Nachfahren von Großeltern, die mit dem Holocaust konfrontiert waren, entweder als Opfer oder als Täter. Moderiert wurde das Gespräch von Gernot Galib Stanfel.

Philippe Sands betonte eingangs aus seiner Erfahrung als Anwalt für internationales Recht, der mit Fällen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Genozid zu tun hat, sowie als Autor der Bücher „East-west Street“ („Rückkehr nach Lemberg“) und „The Ratline“ („Die Rattenlinie“), dass das Verschweigen und die Folgen davon nicht vorbei seien sowie auch heute noch zu Antisemitismus, Islamophobie, Rassismus usw. führen. Friderica Magdalena Wächter-Stanfel berichtete über die Folgen des Schweigens in ihrer Familie als Nachfahrin eines hochrangigen Nazi-Täters, wie es ihr persönliches Leben beeinträchtigt hatte und wie das Beenden des Schweigens zu Heilung führen kann. Awi Blumenfeld stellte heraus, wie sehr sich das Umfeld in unseren Tätergesellschaften aufgrund des Durchbrechen des Schweigens zum Positiven gewandelt hat, sodass er als gläubiger Jude sich entscheiden kann hier in Wien zu leben.


Die Veranstaltung war auch ein schönes Beispiel, wie Vertreter*innen unterschiedlicher Religionen an der KPH Wien/Krems eine nachhaltige, über den Rahmen der Hochschule hinauswirkende, Veranstaltung möglich machen können.

Hier der Link zum Youtube Video: 




Montag, 5. Juli 2021

Zur Aufarbeitung in der Öffentlichkeit


Etwas Grundsätzliches: Ich führe ein Leben wie die meisten anderen auch, dessen größter Teil sich als Privatperson abspielt. 

Anders aber war es mit einigen meiner Vorfahren: Meine Großeltern Otto und Charlotte Wächter, die nach einigen Jahrzehnten nun wieder in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt sind, waren in dieser Öffentlichkeit bis zumindest nach dem 2. Weltkrieg freiwillig, selbstgewählt und bewusst.

Das Leben in der Öffentlichkeit und in öffentlichen Ämtern haben sie angestrebt und genossen. Die Untaten die sie dabei begangen haben waren nicht nur öffentlich wahrnehmbar, sondern folgenschwer für die Generationen bis jetzt. 

In einer Demokratischen Gesellschaft wird Tat, Untat, Schuld und Sühne öffentlich verhandelt.

Die Geschichte dieser meiner Großeltern ist keine Privatgeschichte, sondern trauriger Teil der Weltgeschichte und somit Allgemeingut.  

Diese Taten meiner Großeltern zu verschweigen oder zu verleugnen, hieße, den Opfern öffentlich die Fakten der Täter zu nehmen. Gleichzeitig würde es Aufarbeitung, Diskurs, Versöhnung und Heilung verhindern.

Die vielen positiven und motivierenden Rückmeldungen aus der ganzen Welt bestätigen mich in dem, was mir das Schicksal offensichtlich auferlegt hat zu tun (worum ich mich nicht gerissen habe). 

Mich damit auseinanderzusetzen und dazu Stellung zu beziehen ist aber demnach nicht, wie mir von manchen aus persönlicher Überforderung und Mangel an Argumenten unterstellt wird „Exhibitionismus“ oder Befriedigung von „Voyeurismus“, es ist viel mehr neben dem höchst notwendigen Prozess zur Gesundung, ein Zurückgeben was der Öffentlichkeit durch Verleugnung, Verschleierung und Verschweigen vorenthalten wurde.

Das Auseinandersetzen mit dem Stellungnehmen ist möglicherweise genauso eine Herausforderung wie das Auseinandersetzen mit dem Schweigen. Zu beiden wurde man möglicherweise vorher nicht gefragt, es ist aber andererseits nun Mal jedes Menschen Entscheidung, dieses oder jenes zu tun. Nicht jeder hat dazu den gleichen Zugang, aber jede oder jeder muss tun, was sie oder er für richtig hält. Die Auseinandersetzung damit, auch wenn sie ungewollt ist (in meinem Fall war das so mit dem Schweigen), ist ja möglicherweise eine Chance für jede und jeden einzelnen. 

Sonntag, 4. Juli 2021

Link zum Bericht des Österreichischen Fernsehens in Text und Film

Anbei ist der Link zum Beitrag auf orf.at in Wort und Film von Clara Akinyosoye und Marco Tondolo.
Der Weg ist nicht immer leicht, aber mit jeder Erschwernis kommt Erleichterung. Und in jeder Schwierigkeit ist verborgen, daraus etwas Gutes zu machen. 
Dem möchte ich mich auch weiter widmen. 






Samstag, 22. Mai 2021

Classroom drawing



After more than half a year of restrictions live teaching of the whole class is possible again in Austria, but only with FFP2 masks.


 

Dienstag, 30. März 2021

Mein erstes Mal in der Zeitung

Das erste Mal, dass ich in der Zeitung gestanden bin, nachdem wir von Neuseeland zurückgekommen sind, war mit meinen Eltern nach ihrer abenteuerlichen Reise mit dem Schiff Regentag von meinem Taufpaten Friedensreich Hundertwasser. Mit 6 Monaten stand ich in der schwedischen Tageszeitung Expressen, wo mein Großvater Gösta Ollén Journalist war.

Er war bekannt für seine beliebten Society- und Hofreportagen. In manchem war er offenbar recht ähnlich, andererseits aber hätte er unterschiedlicher nicht sein können, als der inzwischen unweigerlich "bekanntere" aus Österreich.


Första gången jag stod i tidningen, efter vi kom tillbaka från Nya Zeeland, efter mina föräldrars (4. foto) äventyrliga resa med skeppet Regentag av Friedensreich Hundertwasser. Jag stod med 6 månader i Expressen, där min morfar Gösta Ollén (1. foto) var journalist och berömd för sina folkliger reportager.

Han var mycket annorlunda än min farfar, som är mer känd i Österricke.







Montag, 1. März 2021

Warum Schweigen falsch ist und was wir aus der Geschichte lernen müssen

Der Sturm auf das Capitol hatte frappierende Ähnlichkeiten mit dem Juliputsch 1934 in Österreich, bei dem der austrofaschistische Bundeskanzler Dollfuss erschossen wurde. Organisiert wurde der Putschversuch von meinem Großvater Otto Wächter, der daraufhin aus Österreich fliehen musste. Vier Jahre später stand er neben Hitler am Balkon des Heldenplatzes und was 1934 versucht wurde war gelungen.

Nun hat der Organisator des Capitol Sturmes, der Ex Präsident Trump seine erste Rede nach der Päsidentschaft gehalten um die er sich zu Unrecht betrogen fühlt. Die Bühne dafür hatte die Form - der SS Rune! In vier Jahren sind in USA wieder Wahlen...


Why silencing is wrong and what we must learn from history

The coup attempt on the Capitol had frappant similarities to the Juliputsch 1934 in Austria, where the austrofascistic chancellor Dollfuss was murdered. It was organized by my grandfather Otto Wächter, who then had to flee. Four years later he stood with Hitler on the balcony of Heldenplatz and what was attempted in 1934 succeeded. Now the Organisator of the Capitol storm, ex president Trump, held a speech on a stage which had the form of a SS rune! In four years there will be elections again.



Mittwoch, 25. November 2020

"Die Rattenlinie" von Philippe Sands

Das Buch "The Ratline" von Philippe Sands über meine Großeltern ist jetzt auf Deutsch erschienen als "Die Rattenlinie".

Es basiert auf die Dokumente meiner Familie, die mein Vater dem Holocaust Museum in Washington zugänglich gemacht hat.

Es schildert den Aufstieg meines Großvaters Otto Wächter zu einem der hochrangigsten Nazis Österreichs und seine Beziehung zu meiner Großmutter Charlotte sowie die Machenschaften zwischen dem Vatikan und der USA.

Er war in führenden Positionen in Österreich, Deutschland, Polen, Italien und der Ukraine tätig und hat entsprechende Spuren hinterlassen, die bis heute nachwirken.

Lange wusste ich über diese Vergangenheit meiner Großeltern kaum bescheid, erst seit 5 Jahren habe ich begonnen diese Last aufzuarbeiten und darüber zu recherchieren.

Ich glaube, dass dieses Buch nicht nur für mich ein wichtiges ist, sondern auch für Österreich und die Allgemeinheit.

Das Nicht-Wissen und verschweigen hat mich lange krank gemacht. Viele Dinge habe ich erst durch dieses Buch erfahren.
Am Ende komme ich darin auch vor.


https://www.fischerverlage.de/buch/philippe-sands-die-rattenlinie-ein-nazi-auf-der-flucht-9783103974430?fbclid=IwAR0OYv2AbuwvgVZ6bnZQCY61vCO74RX24fy0NRcQkYPbYMcr_07ldRWWuGo



Freitag, 20. November 2020

75 Jahre Nürnberger Prozesse

Here in courtroom 600, 75 years ago today, the Nurenberg trials took place.
Last year I visited the place and the memorial, aware of the fact, that my grandfather Otto Wächter very certainly would have been sitting here and would have been prosecuted among the others, if he wouldn´t have escaped.


Heute ist es 75 Jahre her, dass die Nürnberger Prozesse hier im Gerichtssaal 600 stattfanden.
Letztes Jahr besuchte ich den Ort und die Gedenkausstellung im Bewusstsein, dass mein Großvater Otto Wächter mit ziemlicher Sicherheit hier als Angeklagter gesessen wäre, wenn er nicht entkommen wäre.




Samstag, 5. September 2020

Nicht mehr in Schloss Haggenberg - english below


2020 hat mein Vater Schloss Hagenberg, den einzigen Ort den ich als Elternhaus bezeichnen konnte, weit unter seinem Wert verkauft und mich dadurch praktisch enterbt. Ich lasse mich auch dadurch nicht davon abhalten zur Wahrheit meiner Familiengeschichte zu stehen, was auch für meine persönliche Gesundheit wichtig ist. In diesem Schloss entstanden viele meiner Werke und fanden zahlreiche Ausstellungen von mir statt.
Die neuen Besitzer, die sich in vielen Punkten mit meinem Vater auf einer Wellenlänge befinden, lassen ihn nach wie vor darin wohnen. Sie werden vielleicht die Geschichten meines Vaters weiterführen oder auch ein neues Kapitel mit Geschäft und Gewinn damit aufschlagen.
Schloss Hagenberg ist daher nicht mehr ein Aufenthaltsort für mich, und inhaltlich bin ich nicht mehr mit Veranstaltungen dort verbunden. Die Social Media Seite die ich aufgebaut habe wird nicht mehr von mir betreut und steht nicht mehr in meiner Verantwortung.


No longer in Schloss Haggenberg

In 2020 my father sold Schloss Hagenberg, the only place that I could call my childhood home, well below its value and disintherited me practically. This will not prevent me from sticking to the truth about my family history, which is also important for my health. In this castle I created much artwork and many exhibitions were held by me. 
The new owners, who share similar opinions with my father, let him live there. They will perhaps go on in sharing the same stories of my father or start a new chapter about business and profit. 
So Schloss Haggenberg is no longer a place for me to stay, and I am not connected with its content nor its events. The social media site which I started for my father is no longer supported by me and is no longer in my responsibility. 

Sonntag, 31. Mai 2020

Krankheiten und ihr Missbrauch

Ja, die Nazivergangenheit meiner Familie hat mich derart belastet, dass ich mehrere bipolare Episoden hatte, die auch entsprechend medizinisch behandelt wurden.

Nein, ich bin deswegen nicht unzurechnungsfähig, sondern führe ein entspanntes Leben und absolviere nach meiner akademischen Künstlerausbildung gerade eine zweite Ausbildung für die Arbeit mit Menschen.

Nein, ich lasse es nicht zu, dass meine Krankheiten, welche auch immer, dafür missbraucht werden um politische oder historische Sichtweisen anderer Leute zu untermauern, auch wenn es aus der eigenen Familie kommt.

Ja, ich bin offen und bereit sowohl über die Geschichte meiner Familie als auch über die damit verbundenen Beeinträchtigungen die bis zur Krankheit auswuchsen zu sprechen.

Nein, ich werde das Verschweigen von historischen Fakten nicht unterstützen.

Nein, ich bin weder schuldig noch stolz betreffend des Lebens und der die Taten meiner Vorfahren.

Ja, ich bin verantwortlich dafür, zu versuchen aus der Geschichte zu lernen.

Ja, Wahrheit und Gesundheit sind eng miteinander verbunden.


Illnesses and their Misuse

Yes, the Nazi past of  my family has been a such a burden for me, that I had several bipolar episodes, that have been medically treated.

No, I am not legally insane because of that, I am living a relaxed life and after my academic education as an artist  I am finishing now my second education in working with people.

No, I do not let it happen, that my illnesses, whatever kind they are, are misused to underline political or historical perspectives of other people, even when it comes from the own family.

Yes, I am ready and open to talk about the story of my family which caused consequences, which particularly have grown to personal illness. 

No, I will not support the silencing of historical facts.

No, I am neither guilty or nor proud of the life of my ancestors.

Yes, I am reponsible for trying to learn from history.

Yes, truth and sanity are closely connected.


Montag, 27. April 2020

Die Geschichte meiner Großeltern wurde nun erstmals in einem Buch umfassend dargestellt




Das Buch "The Ratline" wurde von Philippe Sands geschrieben, es wurde gerade auf Englisch veröffentlicht. 

Es basiert auf die Dokumente meiner Familie, die mein Vater dem Holocaust Museum in Washington zugänglich gemacht hat.

Es schildert den Aufstieg meines Großvaters Otto Wächter zu einem der hochrangigsten Nazis Österreichs und seine Beziehung zu meiner Großmutter Charlotte sowie die Machenschaften zwischen dem Vatikan und der USA.

Er war in führenden Positionen in Österreich, Deutschland, Polen, Italien und der Ukraine tätig und hat entsprechende Spuren hinterlassen, die bis heute nachwirken.

Lange wusste ich über diese Vergangenheit meiner Großeltern kaum bescheid, erst seit 5 Jahren habe ich begonnen diese Last aufzuarbeiten und darüber zu recherchieren.

Ich glaube, dass dieses Buch nicht nur für mich ein wichtiges ist, sondern auch für Österreich und die Allgemeinheit.

Das Nicht-Wissen und verschweigen hat mich lange krank gemacht. Viele Dinge habe ich erst durch dieses Buch erfahren.
Am Ende komme ich darin auch vor.


Anbei eine Buchkritik:






Montag, 16. September 2019

Save the date! Meine nächste Ausstellung am 9. November in Nürnberg, Deutschland



Meine Ausstellung in der Galerie Mouzaoui ist bis 8. Dezember, Mo und Di abends, Donnerstag Vormittag und nach Vereinbarung ist die Ausstellung in Nürnberg " things, animals and people" mit Ölgemälden, Zeichnungen und Druckgrafiken zu sehen. Es sind noch einige Bilder zu haben, falls jemand Interesse hat eines zu erwerben als Weihnachtsgeschenk oder um sich selbst zu beschenken. Bei Interesse bitte an Elisabeth Mouzaoui +4917645845417 wenden.

Donnerstag, 8. August 2019

Sonntag, 19. Mai 2019

H.C., lass die Kunst in Ruhe!


Mein Taufpate Friedensreich Hundertwasser (ja, ich war bei meiner Geburt katholisch) würde sich im Grab umdrehen. Denn aufgrund seiner traumatischen Kindheit in der Nazizeit, als jüdischer Bub, suchte er einen Ort der soweit weg wie möglich von diesem Nazimist ist. Deswegen zog er nach Neuseeland, deswegen bin ich dort geboren. Dass er am Tag des Bekanntwerden dieses ungeheuerlichen Videos von dessen Hauptprotagonisten jetzt auch noch missbraucht wird schlägt dem Fass den Boden aus.

Malcolm X und der Rassismus


Malcolm X in türkischem Türkis.

„Beim Rassismus geht es nicht um Persönlichkeitsmerkmale der Betroffenen,  sondern um gesellschaftliches Fehlverhalten.  
Denn nicht das Individuum ist das Problem,  sondern die Rassisten. 
Deswegen war der Begriff damals bei Rosa Parks und Malcolm X richtig und ist auch richtig, wenn es um gesellschaftliches Fehlverhalten gegenüber Minderheiten geht, bei dem eine Gruppe sich über die andere stellt, sie ausgrenzt und ihr u.a. den Zugang  zu Ressourcen, Bildung, freie Arbeitsplatz- und Wohnungswahl verweigert,  ihnen Minderwertigkeit und eine unterentwickelte Kultur unterstellt.“  Bernd Seemann

Donnerstag, 2. Mai 2019

Der große Austausch

Wie Ängste geschürt werden um die Bevölkerung zu spalten

Begriffe wie "der große Austausch" werden genutzt um Menschen gegeneinander aufzuhetzen.

Was dabei herauskommt haben wir in Christchurch gesehen, wo ein rechtsradikaler Australier mit Verbindung zu Österreichischen Identitären 50 betende Muslime ermordete.

Ausgerechnet Australien, wo tatsächlich ein großer Austausch stattgefunden hat, wenn man das so benennen kann: Der Genozid der Aborigines und deren Austausch gegen weiße Strafgefangene aus dem Commonwealth.






















Großer Austausch ist ein politischer Kampfbegriff und Agitationsschwerpunkt der Neuen Rechten. Die Verschwörungstheorie vom „Großen Austausch" postuliert die Existenz eines geheimen Plansweiße Mehrheitsbevölkerungen gegen muslimische oder nicht-weiße Einwanderer auszutauschen. Dahinter stünden etwa „die Globalisten“, „die Eliten“, „die Wirtschaft“, „die Juden“, „Multikulturalismus“ oder auch Institutionen wie die Europäische Union oder die Vereinten Nationen. Infolgedessen käme es in absehbarer Zeit zu einem „Untergang Europas“ oder einem „Genozid“.
Der rechtsradikale Attentäter des Terroranschlags auf zwei Moscheen in Christchurch, Neuseeland, der 51 muslimische Menschen aus rassistischen Motiven ermordete, überschrieb sein „Manifest“, mit dem er seine Taten zu rechtfertigen versuchte, mit „The Great Replacement“, übersetzt „Der Große Austausch“. Er nahm dabei explizit auf diese Verschwörungstheorie der europäischen Identitären Bezug.[5][39][40] Auch in seinen Twitter- und Facebook-Account breitete er diese Verschwörungstheorie aus.[41] Der englische Ausdruck great replacement hatte vorher im englischen Sprachraum keine vergleichbare Verbreitung wie seine Entsprechungen in Frankreich oder Deutschland gefunden. Durch die Tat gerieten die identitären Akteure im deutschsprachigen Raum in Erklärungsnot,[42] verschärft durch nachgewiesene Kontakte und eine Geldspende des Attentäters bei einer Europareise.




Dienstag, 23. April 2019

Sarajevo



Ein friedliches Zusammenleben der drei monotheistischen Glaubenslehren, das mehr als 500 Jahre andauerte: Moscheen, Kirchen und eine Synagoge im Zentrum von Sarajevo.

Three beliefs living peacefully together for more than 500 years: mosques, churches and a synagogue in the city center of Sarajevo.

Montag, 22. April 2019

Zuerst Neuseeland und jetzt Sri Lanka:


Es ist ein schändliches Verbrechen Menschen umzubringen, die noch dazu in ihren Gotteshäusern beten, und das aus einer kranken Ideologie heraus.

Lasst uns bitte nicht spalten von solchen radikalen Strömungen und geben wir jeglicher Hetze in unserer Gesellschaft keine Chance!

Der Glaube an Gott eint uns Muslime und Christen. Lasst uns jetzt mehr denn je zusammenhalten!

Die Neuseeländische Ministerpräsidentin Jacinda Ardern hat es uns vorgemacht: Lasst uns sie als leuchtendes Beispiel nehmen. Jetzt mehr denn je: #weareone!



Sonntag, 21. April 2019

Ob Teufel hin oder her, wir Menschen haben einen freien Willen und wir können uns entscheiden.


...und wir haben die Verantwortung dafür, dass Rassismus und Menschenverachtung sich nicht ausbreiten.

Denn diese haben bekanntlich historisch unerreicht den 2. Weltkrieg und den Holocaust hervorgebracht. Dabei spielt es keine Rolle gegen welche Menschengruppe auch immer es geht.

Wir dürfen nicht zulassen, dass unklare Begriffe mit Hilfe pervertierter Religionen wie Volk oder Heimat dazu missbraucht werden, unsere Mitmenschen in Freunde und Feinde zu spalten.

Wenn Menschen aufgrund ihres Aussehens, ihrer Religionszugehörigkeit oder ihrer Herkunft attackiert und ausgegrenzt werden ist es wieder soweit wie es damals begonnen hat!

Wir können dann nicht alles auf den Teufel schieben im Nachhinein. In der Gegenwart müssen wir auf unseren Umgangston miteinander achten und genau abwägen was wir sagen und tun, auch auf Social Media.

Denn unsere Gedanken formen Worte, auf unsere Worte folgen Taten, auf Taten folgen Verbrechen und auf Verbrechen folgen Gegenverbrechen.


Wenn die augenblickliche Politik wieder in diese Richtung geht, ist es umso wichtiger diese Spirale zu durchbrechen!



Samstag, 16. März 2019

In Neuseeland wurden 51 Menschen ermordet.


Das ist das Land in dem ich geboren wurde, weil der Künstler Friedensreich Hundertwasser aufgrund seiner traumatischen Erfahrungen als Jude im Nationalsozialistischen Wien davon träumte sein Schiff "Regentag" auf diese Insel zu bringen, möglichst weit weg von diesem mörderischen Rassismus.

Meine Eltern erfülltenihm diesen Traum indem sie drei Jahre langdieses kleine Schiff für ihn von Venedig nach Neuseeland segelten.

Und jetzt stellt sich heraus, dass rechtsextremes Gedankengut aus Wien auf den Waffen der Attentäter stand die meine Glaubensgeschwister dort töteten.

Es ist erschreckend wie sich Hass manifestiert, sogar am anderen Ende der Welt.